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Nachrichten, Reportagen, Sendungen

Die Diskussion über Tod und Sterben hat an Bedeutung gewonnen. Das Thema berührt, und die Gesundheitspolitik bewegt sich. Die nachfolgenden Verlinkungen zu aktuellen Medienberichten zeigen die reiche Thematik in der Schweiz und – über die Grenzen hinaus – in Deutschland und Österreich.

pro pallium entlastet Familien mit schwerstkranken Kindern
kath.ch, 28.2.20

Auch junge Menschen sollten sich mit dem Tod beschäftigen
Winterthurer Zeitung, 27.2.20

Bundesverfassungsgericht kippt Sterbehilfe-Gesetz
Das 2015 eingeführte Verbot der geschäftsmäßigen Sterbehilfe verstößt gegen das Grundgesetz. Der Paragraf 217 im Strafgesetzbuch wurde in Karlsruhe für nichtig erklärt.
Zeit Online, 26. Februar 2020

10 Geschichten über den Umgang mit dem Tod von Geliebten
ze.tt, 21.2.20

Studie zu Nahtod-Erfahrungen: Der Tod fühlt sich warm und willkommen an
STERN.de, 5.2.20

Was Organspender wissen sollten - Zwischen Sterben und Tod
tagesschau.de, 16.1.20

Den Pflegeheimen fehlt spezialisierte Hilfe zur Betreuung der Sterbenden
Im Kanton Zürich haben fast alle schwer kranken Menschen im häuslichen Umfeld Zugang zu spezialisierter Palliativpflege. Aber in den Heimen klafft eine Lücke. Es gäbe eine einfache Lösung.
NZZ, 5.1.20

Im neuen Hospiz in Littau sollen sie die Patienten ein bisschen wie zu Hause fühlen
Luzerner Zeitung, 4.1.20

„Das Angebot erzeugt eine Nachfrage“
Gesundheitsethiker Theo Boer über aktive Sterbehilfe in den Niederlanden

choices.de 19.12.19

Fränkischer Psychologe über das Sterben: "Wir haben ein Gespür, wann unsere Zeit endet"
inFranken, 19.12.19

Palliativpflege bei Kindern
Schweizer Radio und Fernsehen (SRF), 8.12.19

Himmel, Hölle oder Paradies?
Deutschlandfunk Kultur, 24.11.19

Den Tod studieren
evangelisch.de, 17.11.19

Wie Angehörige damit umgehen, dass ihre Liebsten eine Therapie ablehnen
NZZ, 13.11.19

Palliative-Care-Arzt: "Sie fragen, ob ältere Menschen leichter sterben als jüngere. Ich denke Nein."
NZZ, 11.11.19

Ist der Tod berechenbar?
Deutschlandfunk Kultur, 7.11.19

Mein Körper gehört mir – oder etwa doch nicht? Über eine mögliche Pflicht zur Organspende
NZZ, 30.10.19 

Lebensverlängernde Massnahmen: «Das kann zur Tyrannei des Überlebens führen»
Luzerner Zeitung, 25.10.19

Hinterm Horizont
Zentrum der Gesundheit (Blog), 18.10.19

Hospiz: würdevoller Abschied für sterbende Menschen
ARD Mediathek, 15.10.19

Sterbefasten zwischen Romantisierung und Verteufelung 
palliative zh+sh, 4.10.19

Witwen bleiben in unserer Gesellschaft unscheinbar – dabei könnten wir viel von ihnen lernen
Neue Zürcher Zeitung, 30.09.19

Wie fühlt sich Sterben an?
Schweizer Radio und Fernsehen (SRF), 22.9.19 

Organentnahme-Initiative: die Schwächsten als Gratisressource für die Medizinindustrie
NZZ, 17.9.19

Video: Hirschhausen im Hospiz – wie das Ende gelingen kann
ARD, 16.9.19

Sterbebegleiter erklärt, was in den letzten Minuten eines Menschen wirklich zählt
FOCUS Online, 11.9.19

Im Angesicht des Todes: Sie war am Ende des Tunnels
Hallowil, 8.9.19

Suizid darf niemals zur Erwartungshaltung der Gesellschaft werden
kath.ch, 2.9.19

Fotoprojekt "Right Before I Die": Das sagen Sterbende kurz vor ihrem Tod
WOMAN.at, 22.8.19

Uni Lausanne bietet neu Studiengang zu Spiritualität an
kath.ch, 6.8.19

Thurgauer Pfarrer zum Thema Tod: «Es gibt auch in der Physik keine Vernichtung, nur eine Verwandlung»
St.Galler Tagblatt, 27.7.19

"Der Tod muss nicht schrecklich aussehen"
hessenschau.de, 11.7.19

Was Hinterbliebenen in ihrer Trauer hilft
MDR, 9.7.19

Durch Mitgefühl wissend werden
Stuttgarter Nachrichten, 6.7.19

Die vier Dimensionenvon Tumorschmerz
BILD, 5.7.19

Paul Fleming: „Gedanken, über der Zeit“
FAZ - Frankfurter Allgemeine Zeitung, 5.7.19

Studie: Jeder Zehnte macht Nahtoderfahrung
grenzwissenschaft-aktuell, 2.7.19

Das Recht auf Hoffnung im Sterben: Was am Ende zählt
Deutsches Ärzteblatt, 28.6.19

Zuhause sterben - ein häufiger Wunsch
St. Galler Nachrichten, 26.6.19

Dirk Schmalzried: Was die Bibel und die Forschung über Nahtoderfahrungen wissen
Sonntagsblatt, 19.6.19

Woran erkennen Sie, dass ein Sterbender gehen will?
t-online.de, 10.6.19

"Es sind immer die anderen, die sterben"
ntv, 1.6.19

Wenn der Tod unerwartet kommt
Deutschlandfunk, 30.5.19

Palliative Care: Ort der letzten Dinge
kath.ch, 11.5.19

Die Frage nach dem "Warum" bleibt für immer
domradio.de, 8.5.19

"Man gewinnt an Klarheit"
Badische Zeitung, 3.5.19

Sterbehilfe darf nicht einfach so zu haben sein
Deutschlandfunk, 20.4.19

Zu Fragen des Lebensendes auf kluge Weise Position beziehen
kath.ch, 17.4.19  

Ärzte wollen Organentnahme bei Hirntoten verbieten
Neue Zürcher Zeitung, 28.3.19

„Zu Hause ist nicht immer der beste Ort zum Sterben“
Frankfurter Rundschau, 26.3.19

Warum sich diese 25-jährige Solothurnerin für ein Sterbehospiz einsetzt
az Solothurner Zeitung, 20.3.19

Darum braucht Frankfurt Sterbebegleitung für Muslime
Merkurist.de, 18.3.19

Caring Communities als Alternative zu Pflegeeinrichtungen 
Innovation Origins DE, 15.3.19

Was nach dem Tod eines geliebten Menschen hilft
t-online.de, 7.3.19

Hunderte Schweizer sterben jedes Jahr einsam
Blick.ch, 3.3.19

"Den Wunsch zu sterben, hatte ich schon als Kind"
Schweizer Radio und Fernsehen (SRF), 1.3.19

Hotline Palliative-Care: Ein Jahr Beratung und Begleitung
kath.ch, 16.2.19

Broschüre Palliative Care
Tiroler Hospiz-Gemeinschaft, 7.2.19

Sterben in der Schweiz - Ein Überblick zu gegenwärtigen Entwicklungen
Presseportal.ch (Pressemitteilung), 7.2.19

Wie Nahtoderfahrungen das Leben verändern
mk online, 5.2.19

 «Wir müssen Sterbende oft verlegen, weil die Fallpauschale aufgebraucht ist»
Medinside, 1.2.19

Umgang mit Sterben und Tod: für eine Kultur der Sorge
Neue Zürcher Zeitung, 31.1.19

Ärztin Tanja Krones: «Sterben ist nicht nur schrecklich»,
bluewin.ch, 18.1.19

Weniger lebensmüde Schweizer: das Ende des Sterbehilfe-Booms – eine Alternative wird beliebter
az Aargauer Zeitung, 17.1.19

Forschung soll «besseres Sterben» ermöglichen
Medinside, 14.1.19

Hospiz und Palliative Care – Wochenrundschau
Tiroler Hospiz-Gemeinschaft, 14.1.19

 

 

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Analysen und Schwerpunkte

Fazit NFP 67:     Sprechen über das Sterben tut not

Anlässlich der Schlussveranstaltung des Nationalfonds Projekts wurde ein zusammenfassender Bericht vorgestellt.
11 Impulse für ein würdiges Sterben
wurden präsentiert, die sich aus der grossen Vielfalt der Themen ablesen lassen.

Für Sterbende kommt dem Dialog mit Menschen sehr grosse Bedeutung zu. In der menschlichen Begegnung am Lebensende sind jedoch die Betroffenen, deren Angehörige wie die Fachleute wenig geübt.

Die Forschung zur Spiritualität am Lebensende lässt die wissenschaftlichen Tabus wackeln, indem deutlich wird, dass am Lebensende sehr häufig Erlebnisse auftreten, die mit naturwissenschaftlichem Selbstverständnis nicht erklärt werden können. Forschung zur alternativen Religiosität – dazu wurde auch die anthroposophische Praxis befragt und wert geschätzt – sollte fortgesetzt werden.

Markus Zimmermann, Ethiker und Präsident der Leitungsgruppe, bezeichnete die sehr hohe Zahl der vorgenommenen Sedierungen (Bewusstseinstrübung, Betäubung) am Lebensende als überraschendstes und dringend weiter zu beobachtendes Resultat der Erhebungen.
(Forum für Sterbekultur, FA, 21.11.2017)

Zum Synthesebericht

Zu den Forschungsberichten im Einzelnen

Zusammenfassung: Forschung Alternative Religiosität und Lebensende

Bericht NZZ  21.11.2017

Bericht Tages-Anzeiger   22.11.2017

Bericht Palliative.zh.sh     22.11.2017

Ein neues kulturelles Paradigma des Sterbens

Roland Kunz und Heinz Rüegger

Der Tod kommt nicht mehr einfach, er muss oft geplant, beschlossen, durchgeführt werden. Wir müssen heute immer mehr selber entscheiden, was früher dem Schicksal überlassen wurde.

Das Thema «Selbstbestimmtes Sterben» hat Hochkonjunktur, meist wird über den assistierten Suizid diskutiert. Damit wird die Herausforderung des Themas aber fundamental verkannt. Assistierte Suizide machten 2014 nur gerade 1,2 Prozent aller Todesfälle aus und spielen darum für die Frage des selbstbestimmten Sterbens nur eine marginale Rolle. Die wesentlichen Fragen ergeben sich aus dem Umstand, dass wir in einer Zeit leben, in der wir aufgrund medizinischer Fortschritte und der Bedingungen unseres Gesundheitswesens genötigt sind, uns mit einem neuen Paradigma im Umgang mit dem Sterben vertraut zu machen…..
NZZ, 12.4.2017

«Es geht nicht um den Tod – es geht um das Leben»

Tanja Krones ist das Gewissen des Unispitals Zürich. Als Leiterin des Ethikkomitees berät die 46-Jährige Ärzte, Patienten und Angehörige in schwierigen Fällen – auch in Fragen rund ums Sterben.

Das «Migros Magazin» befragte die leitende Ärztin Klinische Ethik am Universitätsspital Zürich vor allem zu Themen rund ums Sterben. Mit ihren Antworten gibt Krones Einblick in die existenziellen Fragen, die Betroffene und Fachpersonen in schwierigen Situationen beschäftigen. Dabei betont sie, wie wichtig es ist, mit behandelnden Fachpersonen, aber auch im privaten Umfeld ausführliche Gespräche über die letzte Lebenszeit und das Sterben zu führen. Dabei, so Krones, gehe es nicht primär um den Tod, sondern um das Leben.
Migros Magazin, 2.5.16

„Wenn die Eltern alt werden“

250 000 Frauen und Männer kümmern sich in der Schweiz um ihre pflegebedürftigen Angehörigen. Eva Geiser und Gottlieb Diggelmann berichten, wie sie die Pflege ihrer betagten Mütter organisieren und mit der Situation umgehen. Ausserdem spricht die Pflegefachfrau Romy Mahrer Imhof in einem Interview über die Belastung, welche die Pflege bedürftiger Angehörigen mit sich bringen kann und wie wichtig es ist, Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Migros-Magazin Nr. 6, 3. Februar 2014

„Mehr ältere Menschen führen zu einer friedlicheren Welt“

„Das Alter ist eine Zeit der Ruhe und Besinnlichkeit“: Der Soziologe Peter Gross sieht kein Problem darin, dass es immer mehr ältere und immer weniger jüngere Menschen gibt. In einem Interview spricht er über die Vor-und Nachteile des Altsein, die Bedürfnisse älterer Menschen und die Erwerbstätigkeit im Pensionsalter.
Migros-Magazin Nr. 6, 3. Februar 2014

"Entscheid über Leben und Tod"

Sterbehilfe wird immer häufiger genutzt. Aber kann man als Mensch über so etwas Grosses wie den Tod entscheiden? Haben wir überhaupt das Recht, den Zeitpunkt selber zu bestimmen? Ein Streitgespräch zwischen der Exit-Präsidentin, einem Palliativmediziner und einem Ethiker. Migros-Magazin Nr. 16, 15. April 2013

"Trauma nach Sterbehilfe"

Laut einer Studie leidet jeder vierte Angehörige, der einem assistierten Suizid beiwohnte, danach an den Folgen des Erlebten. Exklusiv auf migrosmagazin.ch: Was sagen die Interviewpartner des Roundtable-Gesprächs "Entscheid über Leben und Tod" dazu? Migros-Magazin Nr. 16, 15. April 2013

"Palliative Care ist keine Privatsache"

Heike Gudat ist leitende Ärztin im "Hospiz im Park" Arlesheim. Sie gibt Auskunft über die Problematik von Fallpauschalen und fordert kostendeckende Tagespauschalen für Palliativkliniken. Basellandschaftliche Zeitung, 21. Januar 2013.

"Wir wollen unser Sterben kontrollieren"

Ein gross angelegtes Nationalfondsprojekt untersucht, unter welchen Umständen in der Schweiz gestorben wird. Der theologische Ethiker Markus Zimmermann-Acklin gibt in einem Interview Auskunft. Basellandschaftliche Zeitung, 24. November 2012.

"Vater war nicht lebensmüde, aber lebenssatt" 

Ueli Oswald, dessen Vater sich für einen begleitetend Freitod entschieden hat, berichtet, wie er das Sterben seines Vaters erlebt hat und rät, den Tod nicht zu tabuisieren. Basler Zeitung, 27. September 2012.

"Dürfen alte Leute sterben, wenn sie das wollen?"

Die Pfarrerin Gertrud Bernoulli berichtet über ihre Begleitung alter und dementer Menschen in ihrer Gemeinde. Sie organisiert seit 22 Jahren in einem Team den Politischen Abendgottesdienst in Zürich, als Ort des spirituellen Austauschs engagierter Leute. Die Wochenzeitung, 6. September 2012.

"Wenn das eigene Kind stirbt"
Die Jasmina-Soraya-Stiftung kümmert sich um Eltern, die ein Kind verloren haben. Der Bericht von direkt Betroffenen ist nicht nur informativ, sondern auch berührend. Tages-Anzeiger, 7. August 2012.

"Oft geht es um ganz praktische Sachen"
Der Palliativmediziner Lukas Ritz berichtet über konkrete Gründe für Suizidgedanken und seine kritische Haltung gegenüber Sterbehilfe. Tageswoche, 22. Juni 2012.

"Gesetze allein können die Sterbehilfe nicht regeln"
Eine kritische und differenzierte Betrachtung der Sterbehilfpropaganda. Die Welt online, 15. Mai 2012.

"Stirbt ein alter Mensch, ist das häufig kaum der Rede wert"
Daniel Grob, Medizinscher Direktor des Stadtspitals Waid, kritisiert unsere Sterbekultur und bemängelt das Fehlen einer Fallpauschale "Sterben" in den Spitälern. Tages-Anzeiger, 15. Juni 2012.

"Sterbehilfe als Hilfe zum Leben, bis zuletzt"
Seit Jahren sorgt die organisierte Suizidhilfe für kontroverse Diskussionen in der Öffentlichkeit. "Exit" und "Dignitas", die in der Schweiz sogenannte Sterbehilfe anbieten, verstehen unter würdigem Sterben vor allem die Möglichkeit, den Todeszeitpunkt selber zu bestimmen. Einen anderen Standpunkt vertritt die Journalistin und Buchautorin Klara Obermüller. In ihrem Artikel berichtet sie von ihrer eigenen Erfahrung, im Sterbeprozess “zusammen die Angst und die Ohnmacht auszuhalten.” NZZ am Sonntag, 11.11.2007.

"Im Hinblick auf den Tod"
Ein Bericht über die Tagung "Das Leben im Tode" vom 16. - 18.11.07 im Goetheanum.
 Das Goetheanum Nr. 47, November 2007.

"Wir sind auch immer Wegbegleiter"
Was brauchen Schwerkranke und Sterbende? Aus einem Gespräch mit der Pflegefachfrau Waltraud Marschke.
 Das Goetheanum Nr. 47, November 2007.

 

Forum für Sterbekultur | 22.08.20