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Anthroposophische Palliativmedizin im Spital – ein Beispiel

Das Ospidal Unterengadin in Scuol führt als regionales Akutspital eine Abteilung mit anthroposophischer Palliativmedizin. Der ganzheitliche Impuls einer anthroposophisch ausgerichteten medizinischen Begleitung am Lebensende ist eine willkommene Abwechslung im zunehmend ökonomisierten Gesundheitswesen.

Von Drs. med. Melitta Breznik und Hannes Graf

Unser Spital bietet in behaglichen und den Bedürfnissen angepassten Zimmern Palliativpatientinnen, -patienten und deren Angehörigen Raum für menschliche Begegnungen. Dabei ist uns die individuelle Begleitung, Pflege und Versorgung der Patientinnen und -patienten ein wichtiges Anliegen. Eine enge Zusammenarbeit zwischen dem betreuenden Palliativ-Team und den Fachdisziplinen im Spital sichert die umfassende Versorgung und Pflege.

Patientinnen und Patienten erleben somit in ihrem letzten Lebensabschnitt eine zugewandte ärztliche, pflegerische und komplementärtherapeutische Begleitung. Diese umfasst Körper, Geist und Seele des Menschen. Als besondere Therapien bieten wir äussere Anwendungen mit Wickeln und Auflagen, Einreibungen und Bäder sowie eine ausgewogene Schmerztherapie sowohl im schulmedizinischen als auch im anthroposophischen Sinne an. Rhythmische Massagen, Einreibungen und Lymphdrainage wirken entspannend und harmonisierend und tragen somit zur Schmerzlinderung bei. Achtsame Berührungen, welche beschwerliche Begleitsymptome lindern können, und eine lichte, friedvolle Umgebung ermöglichen es der Patientin oder dem Patienten, sich auf den Sterbeprozess einzulassen und auf den Abschied vorzubereiten.

Spirituelle Bedürfnisse werden ernst genommen. Es wird versucht, in achtsamer Weise sowie in einer Atmosphäre der Ruhe und Einkehr, den sterbenden Menschen in seinen jeweiligen Wünschen zu unterstützen.

Künstlerische Therapien oder Biographiearbeit
Wir verwenden Medikamente aus der Phytotherapie und der anthroposophisch erweiterten Medizin, beispielsweise Misteltherapie bei Krebspatientinnen und -patienten. Nach Möglichkeit können auch künstlerische Therapien wie Malen, Heileurythmie und Musiktherapie eingesetzt werden. Biographiearbeit ergänzt das Angebot.

Das interdisziplinäre Team begleitet die Palliativpatientinnen und -patienten fürsorglich in ihrer letzten Lebensphase und unterstützt sie und ihre Angehörigen bei Bedarf auch in der Findung eines geeigneten Abschiedsrituals. Im Falle des Ablebens steht ein schlichter pietätvoller Raum für die Aufbahrung zur Verfügung.

Das Spital Scuol hat mit diesem zukunftsweisenden integrativen Angebot in der Palliativmedizin eine Vorreiterrolle inne und wird von einer wachsenden Zahl von Betroffenen gerne in Anspruch genommen.

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Dr. med. Melitta Breznik,
leitende Ärztin integrative Medizin, Ospidal CSEB, 
Fachärztin Psychiatrie und Psychotherapie FMH.
Sie ist ausserdem Verfasserin von preisgekrönten Romanen und Erzählungen.

Dr. med. Hannes Graf,
leitender Arzt integrative Medizin, Ospidal CSEB, Facharzt Allgemeinmedizin und 
Anthroposophisch erweiterte Medizin FMH.

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Forum für Sterbekultur | 17.10.17