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Das Sterben im Hier und Jetzt

Die Sorgekultur will die Themen Sterben und Tod enttabuisieren. Einerseits indem jedermann in die Sorge um Menschen am Lebensende eingebunden wird. Andererseits auch indem Hospize und ähnliche Institutionen die Bevölkerung fürs Thema sensibilisieren.

Ein Modell, das die ganze Gesellschaft in die Betreuung von Menschen am Lebensende einbezieht – das die Care-Aufgabe quasi demokratisiert –, macht insofern Sinn, als jeder in seinem näheren Umfeld früher oder später damit konfrontiert wird. «End-of-life Care geht jeden an, da jeder von uns irgendwann im Leben sich um seine Nächsten sorgen wird, die sterben», schreibt Julian Abel. Die Sorgekultur als gesellschaftliche Bewegung will also auch das Sterben ins Hier und Jetzt zurückholen.

Das verdeutlicht ein Beispiel aus England, aus der Gründungsstätte der Palliative Care: Das Hospiz St. Christopher’s im Süden von London wurde von Cicely Saunders, der Pionierin der modernen Hospizbewegung 1967 ins Leben gerufen. Das Hospiz lädt immer wieder Schulklassen aus der Umgebung zur Besichtigung ein, nachdem auf der einen Seite Lehrerinnen, Lehrer und Eltern, auf der anderen Seite Patientinnen und Patienten sowie ihre Angehörigen zu diesen Besuchen eingewilligt haben. 9- bis 15-jährige Schülerinnen und Schüler verbringen vier Mal mehrere Stunden im Hospiz und sind eingeladen, die Bewohnerinnen, Bewohner und das Personal unverblümt alles zu fragen, was sie interessierte: Weshalb haben Sie keine Haare mehr? Was passiert mit einem, wenn man tot ist? Zurück in den Schulklassen wird das Thema vertieft, künstlerisch verarbeitet und häufig im Anschluss den Eltern in einer Ausstellung oder einem Theaterabend vorgeführt. Das Hospiz erreicht mit dieser Aktion, dass sich nicht nur die Kinder aus der Umgebung, sondern auch ihre Eltern mit dem Thema Endlichkeit auseinandersetzten.

Reden über Sterben
Auch das Forum für Sterbekultur, das diese Website verantwortet, trägt zur Enttabuisierung bei. Zusammen mit der Palliativ-Spitex Onko Plus sowie dem Friedhofforum der Stadt Zürich organisiert es einmal monatlich das Gesprächs Café. Menschen, die sich nicht kennen, sprechen bei einer Tasse Kaffee über Themen rund ums Sterben und den Tod. Gastgeberin ist ein Alterszentrum in der Stadt Zürich, aber angesprochen werden auch jüngere Menschen. Die Fragen, die unter Anleitung einer fachkundigen Moderatorin oder eines Moderators diskutiert werden, reichen von Welchen Sinn hat mein Leben? Über Was kommt nach dem Tod? Bis zu Kann ich mich auf das Sterben vorbereiten? Dieses Angebot reiht sich ein in die Tradition der sogenannten Cafés mortels, oder Death Cafés, die weltweit durchgeführt werden und immer dasselbe Ziel haben: Menschen sollen sich in ungezwungener Atmosphäre, Gedanken übers Leben und den Tod machen können.

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Forum für Sterbekultur | 18.09.18