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Die häufigste Todesursache der 15- bis 19-jährigen in der Schweiz ist der selbstgewählte Tod. Solche Suizide hinterlassen tiefe Spuren bei den Hinterbliebenen, seien es Freunde, Eltern oder Geschwister.

Jugendliche in einer schweren Lebenskrise seien heute stärker suizidal als noch vor einigen Jahren, sagt Dagmar Pauli, Chefärztin der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universität Zürich. «Früher experimentierten sie in einer Krise mit Drogen oder Alkohol, heute machen sie sich Gedanken, sich selbst etwas anzutun.» Laut der Psychiaterin hat das auch mit den sozialen Medien zu tun. «Ich stelle fest, dass solche suizidale Gedanken oft in Chats geteilt werden und dadurch der Umgang mit solchen Lebenskrisen entsprechend geprägt wird.» Der Nachahmungseffekt ist nicht zu vernachlässigen. Wenn das Umfeld jedoch nicht wegschaut, sondern dem Jugendlichen mit Suizidgedanken zuhört und Hilfe holt, kann die Krise überwunden werden.

 Suizide bei Kindern sind oft Kurzschlusshandlungen. Umso wichtiger ist es, dass niederschwellige Hilfsangebote existieren und bekannt sind:

Die Hinterbliebenen müssen sich nach dem Schock des plötzlichen Todes ein neues seelisches Gleichgewicht erarbeiten. Für sie hat die Suizidprävention des Kantons Zürich hilfreiche Empfehlungen zusammengestellt, Sie finden diese hier.

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Radio-Tipp

Mein Kind hat sich das Leben genommen. SRF 3 Nachtwach vom 6.12.2017

 

Forum für Sterbekultur | 23.04.19