LogoLinks Link zur Homepage
 Home | Kontakt |  
 | 
 | 
E-Mail
  
Die Sphäre der Toten
Auf einen Blick
Der Moment des Todes
Das Panorama
Kamaloka
Wege im Geistbereich
Vorgeburliches Leben
Wiedergeburt
Verbindung zu den Toten
Was ist Anthroposophie?

Der Tod ist kein Ende

Aus anthroposophischer Sicht erhalten Geburt und Tod eine neue Bedeutung: Sie sind zwar Anfang und Ende eines Erdenlebens, bilden aber keine endgültige Grenze. Denn für die seelisch-geistige Wesenheit des Menschen gibt es ein Leben vor der Geburt und ein Weiterleben nach dem Tod. Das irdische Leben ist nur ein kleiner Abschnitt in einem unbegrenzten, kosmischen Entwicklungsgang.

Solche Zusammenhänge sind für uns schwer vorstellbar, da sich unser Bewusstsein stark an der Sinneswahrnehmung orientiert. Mit Vergleichen versucht deshalb Rudolf Steiner, an die nichtsinnliche Wirklichkeit heranzuführen. So sagt er etwa in einem seiner zahlreichen Vorträge über Tod und Sterben: "Derjenige, der durch die Pforte des Todes gegangen ist, hat nur eine andere Lebensform angenommen und steht unserem Fühlen nach dem Tode so gegenüber wie jemand, der eben durch die Ereignisse des Lebens in ein fernes Land hat ziehen müssen, in das wir ihm erst später nachfolgen können."

Zwei zentrale Ideen der anthroposophischen Erkenntnis sind Wiedergeburt und Schicksal. Ein Menschenleben erhält einen ganz anderen Stellenwert, wenn es als ein Glied in einer Reihe wiederholter Erdenleben gesehen wird. Statt der brutalen Zufälligkeit eines einmaligen Lebens, gewinnt es eine sinnvolle Perspektive in einem gross angelegten Entwicklungsprozess. Was wir hier auf Erden tun und was wir können, hat eine Vorgeschichte – wir fangen nicht bei null an. Und es hat eine Fortsetzung in den kommenden Leben, die uns weiteres Wachsen und Wirken ermöglichen werden.

Unsere Taten haben Wirkungen, die über den Tod hinausreichen: das ist im Kern, was die Anthroposophie unter Schicksal versteht. Es geht nicht um Willkür oder blinde Vorherbestimmung, sondern um eine ausgleichende Gerechtigkeit, die uns immer wieder Gelegenheit gibt, begangene Fehler zu korrigieren und an unvollendete Erfahrungen anzuknüpfen.
Christoph A. Müller

To top

spacer

 

Forum für Sterbekultur | 03.10.17