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Mit Heileurythmie lösen und erlösen

Die Heileurythmie, von Rudolf Steiner weiterentwickelt aus der Eurythmie, ist die Bewegungstherapie der anthroposophischen Medizin. Klänge, Laute und Sprache werden in Bewegungsformen ausgedrückt. Diese regen seelisch-geistige und körperliche Prozesse an, die sich positiv auf die Gesundheit und harmonisierend auswirken.

Von Raute Hilgard

Als Sterbebegleitung findet die Heileurythmie bislang in Spitälern mit komplementärmedizinischer Ausrichtung oder, wenn gewünscht, im eigenen Zuhause statt. Die Therapeutin, der Therapeut richtet in diesem Fall das Augenmerk auf die besondere Situation der Schwerstkranken und Sterbenden. Dabei geht es immer um eine ganzheitliche Anschauung der leiblichen, geistigen und seelischen Ebene. Häufig sind Kranke stark in Ängste oder Schmerzen involviert, die Todesnähe bewirkt eine innere Erstarrung, die mit Heileurythmie gelöst wird.

Die Therapeutin bietet Bewegungen und heileurythmische Laute an, die aus dem  Wahrnehmen der spezifisch menschlichen Lebens- und Krankheitsprozesse gelesen werden. Es wird wesentlich darauf geachtet, dass eine individuelle, der Situation des Erkrankten angepasste, unterstützende und begleitende Hilfestellung geleistet wird. Dadurch erhalten Schwerkranke die Möglichkeit, noch einmal selbst Lebensbewegungen und ein Gefühl der inneren Leichte und Ruhe zu erfahren. Bei grosser Schwäche oder Unwohlsein kann der Patient in der ruhigen Anschauung der durch die Therapeutin ausgeführten Bewegungen  teilnehmen und sie innerlich mitvollziehen. Sogar mit geschlossenen Augen ist das dadurch entstehende Kraftfeld wahrnehmbar. Verwandte und Angehörige, die diesen Prozess miterleben können, sind immer wieder sehr beeindruckt und berührt.

Durch die Lautgebärden, die in diesen Momenten wie bewegte, klingende Bilder an die Patientin, den Patienten herankommen, können diese häufig eine tiefgreifende Entspannung erfahren. Diese äussert sich körperlich, in sich vertiefenden Atemzügen, sich lösender Muskelspannung bis hin zu Schmerzlinderung und wohltuender Erwärmung der Extremitäten. Oft fällt der Patient während oder nach der Behandlung in einen Erholungsschlaf. Auch unbewusste Unruhezustände lassen nach und weichen einer friedvollen Seelenstimmung. Das alles sind wichtige Hilfen, um sich auf die nächsten Schritte und den neuen geistigen Raum einzulassen, der mit dem Tod verbunden ist.

 

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Raute Hilgard ist langjährige Heileurythmistin in der Klinik Arlesheim

 

Forum für Sterbekultur | 07.04.16